Erste
Wanderfalkenbrut in Hamburg
Im Dezember 2001 beobachteten wir
das erste mal einen adulten Wanderfalkenterzel im
Gelände des südlichen Hafens. Zu dieser
Jahreszeit kann es sich immer auch um Durchzügler
aus dem Norden handeln, daher maßen wir dieser
Beobachtung keine große Bedeutung bei, auch
wenn der Anblick des jagenden Falken höchst eindrucksvoll
war.
Im folgenden Jahr beobachteten wir
nicht nur einen Falkenterzel, sondern im Februar 2003
auch ein Wanderfalkenweib. Innerhalb von einem Tag
baute unser Mitglied Udo Zarske einen Falkenbrutkasten,
den wir mit Hilfe der Werksfeuerwehr an einem der
hohen Gebäude, in dessen Nischen die Falken sich
immer wieder einstellten, anzubringen hofften. Leider
schafften unsere Helfer es in diesem Jahr nicht mehr,
den Kasten an dem ca. 60 Meter hohen Turm zu befestigen.
Dann im Dezember 2003 wurde der Brutkasten
mit einem Telekran an seinem Platz befestigt. Während
des ganzen Herbstes konnte man beide Vögel ständig
in der Nähe des Turmes beobachten. Im Frühjahr
2004 bezog das Falkenpaar den Brutkasten und man konnte
sie regelmäßig in der Nähe jagend
beobachten.
Im April verließ der Falke
bei Störungen nur kurz den Kasten, um nach wenigen
Minuten wieder in ihm zu verschwinden. Spätestens
jetzt war klar, dass der Falke auf einem Gelege saß.
Herr Helm war der erste, der die jungen Falken in
der Öffnung beobachtete und teilte dieses Prof.
Dr. Saar mit. Am 28.5.2004 wurden zwei Terzel und
ein Falke von von Andre Le Grand und Nick Netzler
beringt.
Aus Sicherheitsgründen möchten Sie
bitten, von Beobachtungen aus unmittelbarer Nähe
Abstand zu nehmen.
Thilo Henckell

Der Brutkasten wird am Telekran befestigt.

Auf dem Turm, wird der Brutkasten auf dem Rundgang
befestigt.

Einbringen von Mulch in den Brutkasten.

Das Innere des Kastens

Die Jungfalken im Inneren des Brutkastens

Andrè Le Grand beim beringen der Jungvögel
in luftiger Höhe.

Junger Falke mit den Kennringen für 2004